Entwicklungsgruppe klinische Neuropsychologie (EKN)
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Sprechen in der typischen Entwicklung und nach früher Hirnschädigung: Eine entwicklungsorientierte neurophonetische Studie kindlicher Dysarthrien

Dr. Theresa Schölderle, Elisabet Haas & Prof. Dr. Wolfram Ziegler

Kontakt: theresa.schoelderle@ekn-muenchen.de

Klinische Kooperationspartner:

  • Integrationszentrum für Cerebralparesen (ICP) München, Katrin Strecker
  • Ernst-Barlach-Förderschulen, Stiftung Pfennigparade, Claudia Westerbarkey
  • Phoenix Förderzentrum, Stiftung Pfennigparade, Sebastian Vitti
  • kbo Kinderzentrum München, Prof. Dr. Volker Mall
  • Bayerische Landesschule für Körperbehinderte, Angela Ettenreich-Koschinsky
  • Sozialpädiatrisches Zentrum im Dr. von Haunerschen Kinderspital, Nadine Ortiz
  • Praxis für Kindersprachtherapie in München, Hildegard Kaiser-Mantel
  • Praxis LogBUK in Rosenheim (Therapie und Beratung für Unterstützte Kommunikation), Sabrina Beer
  • Hegau Jugendwerk Gailingen, Pete Guy Spencer

Schulisch-pädagogische Kooperationspartner:

  • Kindergarten der Dreieinigkeitskirche München Bogenhausen, Daniela Böhm
  • Evangelisches Haus für Kinder Messestadt Ost, Gabriele Ochse
  • Grundschule an der Boschetsrieder Straße, Martha Kienzerle
  • Kindertageszentrum Neuperlach, Kathrin Jacob

 

Das Projekt befasst sich mit neurologisch bedingten sprechmotorischen Störungen (Dysarthrien) im Kindesalter. Dabei werden Aspekte, die mit der frühen Hirnschädigung bzw. dem kindlichen Entwicklungsstand in Verbindung stehen, systematisch in die Betrachtung der Dysarthrien miteinbezogen.

So ist ein Hauptziel des Projekts, Symptome kindlicher Dysarthrien von physiologischen Sprechmerkmalen abzugrenzen, die z.B. die anatomische Unreife des Sprechapparates während der Entwicklung widerspiegeln. Es wird außerdem untersucht, inwieweit Dysarthrien im Kindesalter hinsichtlich ihres klinischen Bildes mit im Erwachsenenalter erworbenen Formen vergleichbar sind.

Das Promotionsprojekt von Elisabet Haas stellt eine Erweiterung der DFG-Studie dar und analysiert im Rahmen einer Längsschnittstudie den Verlauf der dysarthrischen Sprechstörung von Kindern mit früher Hirnschädigung. Darüber hinaus wird anhand von Hörexperimenten untersucht, welche (physiologischen bzw. pathologischen) Sprechmerkmale im Hinblick auf den Erfolg mündlicher Kommunikation besonders relevant sind.

Zuletzt werden kindliche Störungen der Sprechmotorik im Gesamtzusammenhang des Spracherwerbs betrachtet, indem beispielsweise Interaktionen zwischen Dysarthrie und phonologischer Entwicklung adressiert werden. Das Projekt trägt zu einem fundierten theoretischen Wissen über kindliche Dysarthrien bei und schafft außerdem Grundlagen für eine spezifische und valide Diagnostik.

 

dfg

gsllstudienstiftung

Das Projekt wurde durch eine Anschubförderung der Graduate School Language & Literature der LMU (10/2015-09/2016) gefördert und wird aktuell von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (SCHO 1742/1-1;10/2016-09/2019) finanziert. Das Promotionsprojekt von Elisabet Haas wird finanziell gefördert durch die Studienstiftung des deutschen Volkes.